Battlefield: Bad Company – es rotiert
Heute 9:20 Uhr in Norddeutschland. Die DHL machte ihre übliche lahme Runde und lieferte wie üblich lahme Pakete und Werbung aus. Doch langeweilige Pakete? Nicht in meinem Fall, denn ich erhielt das – eigentlich abbestellte – Battlefield: Bad Company
Heute 9:20 Uhr in Norddeutschland. Die DHL machte ihre übliche lahme Runde und lieferte wie üblich lahme Pakete und Werbung aus. Doch langeweilige Pakete? Nicht in meinem Fall, denn ich erhielt das – eigentlich abbestellte – Battlefield: Bad Company für meine immer noch von Alone in the Dark 5 schockierte Xbox360. Also flott den Urlaubsschlaf aus den Augen gerieben und die Anlage aufgedreht und den LCD angewärmt. Der Teufel auf den Lautsrpechern vibrierte in einem sanften Ton und meine 360 schmatze genüßlich die DVD in ihr innerstes.
SPOILER!
Das Singleplayer Intro beginnt mit einm wunderschönen blauen Himmel in der Wolkenlinie. Blackhawks fliegen durch die Gegend und aus dem Off hört man die Stimme des Protagonisten. Die Credits erscheinen, in bester Kinofilmanier, aus den Wolken. Als die Kamera dann später tiefer "fliegt" und man das Land und die verschiedenen Szenerien sieht werden die Credits in Rythmus der Musik eingeblendet, was ziemlich cool ist, da man ja die Menümusik erwartet.
Spoilerende!
Grand Theft Battlefield
Doch genug von dem harmonischen Blabla. Wie spielt sich der Singleplayer? Er spielt sich anders als CoD4, was aber auch gut so ist. Das Controllerlayout ist etwas ungewöhnlich und scheint mir besser auf einem PS3 Controller angepasst zu sein, denn Fahrzeuge mit dem linken Trigger zu beschleunigen und dem linken Bumper abzubremsen ist sehr ungewöhnlich. Doch es ist ebenso möglich den A-Button zum beschleunigen und den X-Button zum Bremsen zu nutzten. Die Fahrzeuge steuern sich dennoch leicht – bis auf den verdammten Hubschrauber.
Sound of Silence? – Fuck NO
Die Soundeffekte sind wuchtig und sehr schön abgemischt. Die Stimmen der Einheit kommen klar und nie zu leise rüber. Die Besetzung der Stimmen ist eh sehr gut gelungen, wobei ich mich da auf die englische Sprachausgabe beziehe. Die Soundeffekte sind eh cinematisch abgemischt und weisen eine sehr gute Kanaltrennung auf.
TIPP: Sourroundanlagen Besitzer sollten ins Tonmenü gehen und dort "Home Cinema" einstellen, denn das Game sitzt standardmäßig auf "HiFi", was zwar auch passt aber die Anlage nicht optimal nutzt. Und da das Game schon in Dolby Digital abgemsicht ist, möchte man es auch über alle Kanäle hören. Besonders der Ton in den verschiedenen Umgebungen hat mich sehr beeindruckt, denn er hallt, ist gedämpft oder hört sich an, als sei er meilenweit entfernt. Das ganze verstärkt den Eindruck, eines echten Gefechtes. Damit man die richtige Musikuntermalung zum Gefecht hat, kann man in den Fahrzeugen Radiosender umschalten – sinnlos aber lustig.
Frostbite
DICE versprach mit der neuen Engine "echte" Zerstörung an Terrain und Gebäuden. Soweit ich es bisher sagen kann haben sie ihr Wort nicht gebrochen und alles dafür getan, dass man viel in die Luft sprengen kann und man es auch mit Freude tut. Nichts ist "schöner" als mit einem Panzergeschütz in Häuser zu feuern und zu sehen das, nachdem sich der Staub verzogen hat, die Hälfte des Hauses fehlt. Allerdings kann man einige Häuser nicht komplett einreissen, was zwar den Puristen stören mag, den Aushilfsgodzilla aber nicht sonderlich, da es genug zum zerlegen gibt. So liegen an jeder Ecke explosive Munitionskisten, Ölfässer, Gasflaschen herum, die nach kurzem Beschuss grandios in die Luft fliegen. Schön ist auch zu sehen, wenn ein Haus mal wieder keine Tür hat, dass man mit einem beherzten Schuss aus dem Granatwerfer man sich halt eine macht. Die Grafik ist mit einem Filter bearbeitet, damit die den körnigen Eindruck einer Liveaufnahme erweckt und imo um Rechenleistung zu sparen. Die Farben sind gedämpft ohne aber eintönig un langweilig zu wirken. Die Texturqualität ist in Ordnung und auch die duaerfallenden Bäume sind schön anzusehen.
Kampf
Das Kampfsystem ist wesentlich Actionorientierter als CoD4 und bei der Größe der Schlachtfelder tut das auch ganz gut. Man hält zwar länger auf Gegner, aber selber kann man dann auch mehr einstecken und mit dem Autoinjektor hat man sein Medkit immer dabei. Dieser ist, meiner Meinung nach, aber immer noch zu schnell wieder aufgeladen und bisher hatte ich kaum Probleme mit dem ableben. Sollte das allerdings tatsächlich mal eintreten, dann wird man ein wenig zurückgesetzt und macht dort weiter, als sei man gerade erst gestorben – sprich: die gegner stocken sich nicht wieder auf. Es sei denn man versiebt eine Mission z.B. Panzer beschützen, dann muss man von den fair gesetzten Checkpoints aus starten. Deckung ist nicht so essentiell wie in anderen Shootern, darum kann man sich auch nicht hinlegen, doch sprinten kann der Spieler wenigstens. Das Tempo der Bewegung ist auch eher gemächlich – was aber auch zum Spiel selber passt.
Guns, Guns….GUNS
Das Arsenal der Waffen bei BC ist wirklich beachtlich. Doch man hat diese nicht zur Verfügung. Zum Anfang jedes Levels startet man mit der Standardbewaffnung und kann diese dann durch das Aufsammeln von herumliegenden Waffen änden. Der Haken dabei ist jedoch, dass die Waffen immer Klassensets sind. So ist es immer nur möglich beides gleichzeitig Primär und Sekundärwaffen auszutauschen. Doch damit nicht genug, denn auch ein Hilfsobjekt – Raketenwerfer, Powerdrill, C4 oder Lasertargetter – kann man mit sich herumschleppen. Waffen und Hilfobjekte werden mit den Bumpern umgeschaltet und das geht nach kurzer Zeit flott von der Hand.
Cooles Gimmick: Hat man den höchsten Rang in der Demo erreicht, dann erhält man eine spezielle Waffe für den Multiplayer – cool.
Name of the Game
Da sich das Prinzip massiv an "Stosstrupp Gold aka Kellys Heroes" orientiert ist auch hier das suchen der Goldkisten wichtig. Die Locations wo es etwas zu finden gibt sind zwar eingezeichnet – X marks the spot – aber WAS man dort genau findet ist nicht immer eindeutig. Das gleiche gilt für die Waffen. Auch finden sich Munitionsdepots und Waffeninstallationan auf der Karte wieder.
Fast Fazit
Nach ca. 4 Stunden Spielzeit muss ich sagen, dass das Game mich sehr überrascht hat. Der Singleplayer ist fordernd und nicht nur wegen der guten Story unterhaltsam, auch wenn die "Oberbösen" mal wieder eines gemeinsam haben, aber ich spoile mal nicht. Die KI der Gegner schwankt zwischen pfiffig und dumm, aber das scheint so üblich zu sein. Der Multiplayer macht mir noch ein wenig Angst, denn die Demo war noch recht laggy und hatte auch mit einigen Lobbyproblemen zu kämpfen. Doch DICE wäre nicht DICE wenn die nicht basteln würden, denn der aus anderen Battlefieldteilen bekannte Conquest Modus war nicht geplant, nach massiver Kritik wird der jedoch nachgereicht und das kostenfrei. Somit gehe ich von einem spassigen Multiplayer aus und werde mich nun wieder der jagd nach dem Gold widmen. Mein Eindruck ist mehr als positiv und ich halte es für einen lohnenswerten Kauf. Auch positiv Überrascht hat mich die Angabe der Ports die man im Router freischalten muss, damit man problemlos Online daddeln kann.
Davis Schrapel
Lucky_C_Harper








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