Räumlich homelich – Sony und die 3D-Technologie
3D boomt wie noch nie. Sony hat schon früh mit derartigen Kameras, Playern und Konsolen angefangen und ab Juni 2010 folgt 3D-TV. Wir haben Sonys Konzept der 3D-Technologie einmal nachverfolgt.

Am Anfang gab es 3D Brillen um Wesen wie Dinosaurier in Sammelordnern “lebendig” wirken zu lassen. Der Abstand der Augen und ungleiche Farbeinwirkungen führen dazu, dass jedes Auge ein unterschiedliches Bild auf der Netzhaut hat, welche vom Gehirn dann zu einem “3D-Bild” zusammengesetzt werden. 3D, also die Faszination räumliche Tiefe, hat seit einigen Jahren auch die Video- und Computerbranche fest im Griff. Seit James Camerons Avatar ist ein wahrer 3D Wahn im Bereich Kino- und Fernsehkultur ausgebrochen. Eine Welle, die die Firma Sony nicht besser hätte timen können für die Veröffentlichung ihrer 3D TVs.
3D-Filme gibt zwar schon seit den 1950ern, aber erst heute sind Technik und Effekte so fortgeschritten, dass der Zuschauer wirklich das Gefühl hat in einer anderen Welt zu landen. Der Effekt wird durch das Aufsetzen einer so genannten Shutter- oder LCD-Brille erzeugt, deren Gläser oftmals eine Flüssigkeitskristalllösung enthält, mit der das linke oder rechte Auge abwechselnd abgedunkelt wird. Des Weiteren gibt es simple Rot/Grün-Brillen, die es schon lange für “lebensechte” Betrachtung von Gegenständen und Wesen in Zeitschriften oder im Biologieunterricht gab.

Eine neuartige 3D-Brille von Sony, deren Gerücht es schon seit Ende 2008 durch das Internet geistert, soll das Spielerlebnis der PlayStation 3 revolutionieren. Sony setzt natürlich auf eine etwas verfeinerte Technik und verwendet Polarisationsbrillen, deren Farbübertragung nur mit einem entsprechenden Bildschirm wirken.
Stereoskopisches Sehen oder auch räumliches Sehen auf der Mattscheibe hat hingegen seinen ganz eigenen Reiz. Der PS3 Motion Controller Move wird als zukunftsweisend angesehen, fungiert er doch als Mittler zwischen Spieler und 3D-Welt eines flachen Schirms. Mit Move hat der Spieler ein Stab-ähnliches Gerät in der Hand, kombiniert mit einer Glühbirne am anderen Ende. Im eigentlichen Spiel wird Move auch mit PlayStation Eye, dem Nachfolger des EyeToy, kombinierbar sein – die Veröffentlichung soll noch diesen Herbst stattfinden und unter 100 US-Dollar kosten.
Davis Schrapel
Lucky_C_Harper








Sehr sehr guter Artikel muss ich sagen! Nur zwei Dinge verstehe ich nicht…
“Zusätzlich muss noch ein Transmitter für die Übermittlung der Signale angeschafft werden” Was ist damit gemeint? Wenn damit das Kabel gemeint ist, die neuesten HDMI Spezifikationen sehen voll 3D Unterstützung vor, was der PS3 durch ein Firmware-Update “beigebracht” werden kann. 3D Brillen sind ohnehin unentbehrlich, jedoch teurer wie 40 euro.
Zum letzten Absatz mit schlechten 3D Effekten und dass Sony dann an der Hardware schrauben muss. Wenn sichs um Spiele dreht, dürft das ja nicht der Fall werden?! Die müssen eben ordentlich entwickelt werden.
Das einzige Problem das ich sehe, ist, wenn nachträglich ein Film, der “normal” (also in 2D) aufgenommen wurde, nachträglich “3D-isiert” wird. Wenn das nicht ordenltich gemacht wird, kommt der 3D Effekt “unschön” rüber. An der Hardware kann man da aber nichts mehr machen. Avatar zB hat bis dato die besten 3D Effekte, da eben komplett in 3D gedreht.
Bei Alice im Wunderland hingegen wurde zuerst in 2D gedreht und nachträglich das Material am PC nach 3D umgesetzt. Zwar gibt es Programme/Abläufe, die dies auch automatisch machen können, allerdings steigt dabei die Fehlerrate von falsch interpretierten Bildern die dann wie gesagt “unschön” rüberkommen. Bei Alice im Wunderland hat man sich jedoch die mühe gemacht das ganze per Hand (!!) zu 3D-isieren. Aber wie gesagt, an der Hardware liegt nicht (zumindest die Darstellung).
Bei dem Transmitter handelt es sich in der Regel um einen kleinen schwarzen Kasten, der extra mit dem jeweiligen Anschluss des Fernsehers verbunden wird. Bei Sony wird es nicht anders sein
Beim 3D Effekt ging es eigentlich um Folgendes: Effekt ist Effekt. Ein Effekt als solcher kann nicht perfektioniert werden, da er schon perfekt ist. Nun geht es darum, diesen Effekt in Hardware und Software einwandfrei darstellen zu können. Da die Grafik maßgeblich von Grafikkarten und somit in erster Linie der Hardware abhängt, muss daran nachgebessert werden. Sony wird also mit der 3D-Technologie endlich wieder etwas auf den Markt bringen, was sich besonders auf die Hardware stützt (im Vergleich dazu sind die präsentieren Neuerungen auf der GDC im Bereich Hardware sehr gering dieses Jahr).
Ok, den Punkt mit Effekt ist Effekt kann ich nun nachvollziehen.
Aber wegen dem Transmitter. Da muss ich sagen dass ich das zum ersten mal höre. Ich denk mir mal (muss mich nochmal genau informieren) dass wenn ich einen 2,8k 3D TV hab, dass mit Sicherheit entfallen würde. (Ansonsten ist der Preis absolut nicht gerechtfertigt). Da eben im besten falle die TVs ja einfach nur 200hz beherrschen müssen um abwechseln für das linke und rechte auge (ausreichend) ein Bild darstellen zu können. Ok, abgesehen von dem viel höheren Helligkeitswert der Panels der notwendig wird, da durch die Shutterbrillen ja viel “Licht” gefressen wird.